Muss jeder Schnarcher behandelt werden?
Meist ist Schnarchen aus medizinischen Gründen
nicht behandlungsbedürftig.
Es gibt jedoch Ausnahmen.
Eine Untersuchung in einem Schlaflabor bringt Aufklärung.
Gefährlich ist vor allem die obstruktive Schlafapnoe
mit Atemaussetzern.
Sie liegt vor, wenn mehr als zehn Atemstillstände pro Stunde
von mindestens zehnsekündiger Dauer auftreten.
Das kann hunderte male pro Nacht passieren.
Kann der Atem im Schlaf komplett aussetzen?
Die Aufwachreaktion des Körpers verhindert,
dass der Schlafende das Atmen komplett einstellt und stirbt.
Dieses Aufwachen bleibt meist unbemerkt.
Die Folgen am Tag: Fehlende Konzentration,
Sekundenschlaf bei monotonen Tätigkeiten (Autofahren),
aber auch Gereiztheit und Depressionen.
Wie entstehen die Schnarchgeräusche?
Schnarchgeräusche entstehen durch das Flattern
weicher Gewebsteile.
Während des Schlafes sinkt die Spannung der Muskeln im Hals- und
Schlundbereich, sodaß das Gaumensegel und Teile des Schlundes
die Atemwege kurzzeitig verschließen.
Die benötigte Luftmenge muß mit höherer
Geschwindigkeit angesaugt werden und bringt dadurch weiche
Gewebsteile zum geräuschverursachenden Flattern.
Wenn die Spannung der Muskulatur vorübergehend noch weiter
abgesenkt wird, wie dies etwa durch die Einnahme von
Beruhigungstabletten oder Alkohol geschieht, wird dieser Vorgang noch
mehr verstärkt.
Auch bestimmte Schlafstellungen, vor allem das Liegen auf dem
Rücken, kann ein Absinken von Gewebeteilen begünstigen und
damit dazu beitragen, die Luftwege einzuengen.
Was können wir für Sie tun?

Wir setzen eine Art „Zahnspange“ ein, die den Unterkiefer
nach vorne holt und damit nicht so weit nach hinten absinken
läßt.
Dadurch wird der Unterkiefer nach vorne gebracht.
Wichtig ist die Freimachung der oberen Atemwege, sodaß keine
weichen Gewebeteile mehr flattern und Geräusche verursachen
können.
Die Nicht-Atem-Phasen haben zumeist Auswirkungen auf das
Herzkreislaufsystem.
Diese sollten sich mittels eines Langzeit-EKGs feststellen lassen.
Diese Diagnosemethode wird seit 2001 von Prof. Dr. Gerold Porenta,
Wiener Rudolfinerhaus, angeboten.
Mit einer 90prozentigen Trefferquote erwies sich das Verfahren als
äußerst effizient.